Aktuelles

Bündnispartner von UNITED4RESCUE. Gemeinsam Retten e.V.

Unsere Kirchengemeinde Krefeld-Nord ist nun Bündnispartner von UNITED4RESCUE. Gemeinsam Retten e.V. Den Beitritt hatte das Presbyterium in seiner März-Sitzung beschlossen.
Damit stehen wir in einer Liste mit anderen Bündnispartnern wie z.B. der EKD, unserer Landeskirche, vielen anderen ev. Landeskirchen und Kirchengemeinden, Diakonischen Werken und katholischen Bistümern und Gemeinden.

Worum geht es UNITED4RESCUE? – Das inhaltliche Anliegen wird so formuliert:

„Alle Menschen, die auf ihrem Weg über das Mittelmeer ertrinken, haben Schutz und eine menschenwürdige Zukunft für sich und ihre Familien gesucht. Verfolgung, Krieg, Armut, Unrecht und Klimawandel haben sie dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen.
Solange die Fluchtursachen nicht bekämpft werden können und staatliche Seenotrettung fehlt, ist sie unsere humanitäre Pflicht. Unser Bündnis vertritt deshalb diese vier Forderungen:

I PFLICHT ZUR SEENOTRETTUNG
II KEINE KRIMINALISIERUNG
III FAIRE ASYLVERFAHREN
IV ‚SICHERE HÄFENERMÖGLICHEN

Nähere Informationen unter www.united4rescue.com.

Am gestrigen Ostersonntag berichtet UNITED4RESCUE:

Presseerklärung von United4Rescue zum heutigen Bootsunglück auf dem Mittelmeer.

“Europa darf Menschen nicht sehenden Auges ertrinken lassen”
Bootsunglück mit vielen Toten auf dem Mittelmeer / Mehrere weitere Boote in akuter Seenot
Berlin, 12. April 2020

In den Morgenstunden des Ostersonntag ist es auf dem Mittelmeer zu einem Bootsunglück gekommen. Ein Boot mit Flüchtenden, von dem aus in der Nacht telefonisch um Hilfe gebeten worden war, ist nicht mehr auffindbar. Wie viele Menschen ertrunken sind, ist noch nicht bekannt. “Wir müssen mit Dutzenden von Opfern rechnen. Da es keine Berichte über Gerettete gibt, dürfte niemand überlebt haben.” befürchtet Joachim Lenz, Sprecher des Seenotrettungsbündnisses United4Rescue. Laut des zivilen Mittelmeer-Notfalltelefons “Alarmphone” seien mehrere Schlauchboote weiterhin in akuter Seenot.

“Wirklich entsetzlich ist an diesem Bootsunglück, dass es hätte verhindert werden können. Die maltesische Küstenwache und auch die europäische Grenzschutzagentur Frontex sind seit Samstag über die Notrufe und die Position der Boote informiert gewesen. Sie befinden sich mit Flugzeugen und Schiffen im Seegebiet. Doch sie haben tatenlos zugeschaut, statt zu retten”, kommentiert Lenz.

Unterlassene Hilfeleistung ist auch auf See eine Straftat. Die genauen Geschehnisse dieses Ostertages müssen untersucht werden, fordert daher United4Rescue. Joachim Lenz: “Vor allem muss jetzt alles getan werden, um wenigstens die anderen Schlauchboote zu retten. Es zählt wirklich jede Minute. Wir dürfen nicht zulassen, dass Europa sehenden Auges Menschen in Not ertrinken lässt. Nicht an Ostern – und an keinem anderen Tag!”

Hintergrund
Das Bündnis United4Rescue wurde im Dezember 2019 gegründet. Ihm gehören mittlerweile rund 447 Institutionen, Vereine, Unternehmen und Initiativen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen an (www.united4rescue.com/partners). Das Bündnis hat im Januar 2020 den Kauf eines zusätzlichen Rettungsschiffes ermöglicht – das Schiff “Sea-Watch 4” – und setzt sich darüberhinaus für die Rettung von Menschenleben auf dem Mittelmeer ein.

zurück

Sie haben Fragen zu einem Event oder einer Aktivität ? Kontaktieren Sie uns