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Sonntagsgruß für den 1.Sonntag nach Trinitatis - 14.6.2020

Liebe Gemeindemitglieder von Krefeld-Nord
Was Worte alles können Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder. Sprüche 16, 24
Samstagmorgen im Supermarkt. Ich brauche nur eine frische Ananas für den Obstsalat. Das müsste doch zügig gehen. Anans ausgesucht und zur Schnellkasse, wo pro Person nur zehn Teile auf das Laufband dürfen. Aber ach: Dort stehen schon sieben Menschen. Na gut, ich schaue, was an den anderen Kassen los ist. Ich stelle mich dort an, wo die Schlage am kürzesten ist. Nur zwei Leute außer mir. Doch dann sehe ich, dass der Mann direkt vor mir seinen Einkaufswagen bis an den Rand vollgepackt hat. Trotzdem: Noch einmal an eine andere Kasse zu wechseln, hat wenig Sinn, überall stehen Schlagen.
Der Mann legt ein Teil nach dem anderen aufs Laufband, den Blick nach vorn gerichtet. Ich seufze innerlich. „Wenn jemand mit nur einem Artikel hinter mir steht, lasse ich ihn meistens vor“, denke ich. Aber er sieht mich ja gar nicht. Also heißt es wohl: geduldig sein.
Die Kassiererin gibt eben dem Kunden vor dem Mann das Wechselgeld, da wendet er sich an mich und fragt: „Möchten Sie vorgehen mit Ihrer Ananas?“ Verblüfft antworte ich: „Ja, gerne!“, drängele mich an ihm vorbei und halte der Kassiererin die Ananas hin. „Danke“, sage ich an den Mann gewandt, „und Ihnen ein schönes Wochenende.“
Auf dem Weg nach Hause freu ich mich. „Das war knapp“, denke ich. „Aber er hat mich doch noch gesehen. Und nicht nur mich, auch meine Ananas.“
Wie schön, solch ein Moment am Morgen. Den Mann hat es nur einige Augenblicke seiner Zeit gekostete. Das Lächeln in mir aber geht lange mit.

Deine Worte
gehe mit mir,
verwischen Zweifel,
zerstreuen sorgen,
richten mich auf.
Durch den Kopf gehen sie,
und wandern von dort
unter die Haut.
Fast scheint mir
ich sie gewachsen,
seit dein Wort
mit erreichte. (Tina Willms, 2018)

Gebet: Engelszungen
Gott, lehre mich die Kunst des sorgsamen Sprechens.
Wo zu viele Worte gemacht werden, gib mir den Mut zu schweigen.
Wo aber das Schweigen lähmend wird, schenk mir das eine, lösende Wort.
Wenn meine Rede hart werden will, dann verwandle sie. Lass Silben und Sätze auf dem Weg zu den Lippen etwas sanftmütiger werden, als ich es bin.
Du weißt, dass ich manchmal zum Zynismus neige. Nimm meinem Unterton die Schärfe und ersetze sie durch Freundlichkeit. Schenk meiner Stimme eine Wärme, die mich selbst überrascht.
Wenn meine Worte verletzend sind, so verlangsame sie, bis sie stillstehen.
Doch lass sie hurtig über die Lippen gehen, wenn es gilt, andere zu loben.
Gott, wo du bist, sind auch die Engelszungen nicht weit.
Misch dich ein, in und unter das, was ich sage. Amen.

Bleiben Sie möglichst gesund und zuversichtlich! Gott befohlen! Pfarrerin Angelika von Leliwa und Pfarrer Christoph Tebbe

Gottesdienstangebote
1. Wochenende nach Trinitatis, 13./14.06.2020
Samstag 18 Uhr Lukaskirche Klangvoll-Gottesdienst mit 2 Celli und Pfrin Grünhoff
Sonntag 9.45 Uhr Thomas Gottesdienst – bei schönem Wetter open-air, bei schlechtem Wetter in der Kirche

Und im Fernsehen Sonntag um 10.15 Uhr im BR, SR und SWR
Evangelischer Gottesdienst aus der Kreuzkirche in München
Was lässt die Seele aufleben in Zeiten der Krise? Es ist die Hoffnung – neben Glaube und Liebe eine der drei großen göttlichen Gaben. Hoffnung kommt von „hopen“, hüpfen. „Hoffnung ist das Ding mit Federn, ein kleiner Vogel, der in der Seele singt“, heißt es in einem Gedicht. Und der Volksmund sagt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

PS: Weitere Worte – Bücher für die Sommerferien gegen kleine Spende
Wir lösen die Bücherei der Thomaskirche auf. Brauchen Sie noch Lesestoff für die Ferien?
Fr 19.06. 16 – 19 Uhr und
Sa 20.06. 10 – 13 Uhr – bitte melden Sie sich vorher telefonisch bei Pfrin von Leliwa
(15 94 72) – damit wir die Hygienerichtlinien einhalten können und es in der Bücherei nicht zu voll wird ….

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