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Sonntagsgruß für den 2. Sonntag nach Trinitatis - 21.6.2020

Wochenspruch:
Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken. (Matthäus 11,28)

Liebe Gemeindemitglieder von Krefeld-Nord,
Hilfe und Not entsprechen einander. Jesus hat den Menschen das gegeben, was ihnen zum Leben gefehlt hat. Wie seine Hilfe konkret aussah, können wir erkunden, wenn wir uns auf den Weg machen. Folgen Sie mir an einen fernen Ort in eine ferne Zeit.
Unsere Reise geht südwärts. Über die Alpen hinweg Richtung Mittelmeer. Nach Osten gewandt überqueren wir das Mittelmeer und sehen vor uns Israel. Auf dem Berg erkennen wir Jerusalem, den Tempelplatz. Es ist die Zeit, in der Jesus lebte. Ihn wollen wir sehen und die, die zu ihm gekommen sind. Wir überqueren den Tempelplatz und gelangen in eine schmale Gasse, die sich am ihrem Ende zu einem Platz öffnet. Wir hören viele Stimmen, die aus einem der oberen Stockwerke zu uns dringen. Die Tür des Hauses steht offen, und wir gehen hinein. Eine schmale Treppe führt hinauf zu dem kleinen Saal, aus dem das Stimmgewirr quillt.
Wir treten näher und sehen Mensch an Mensch dicht gedrängt, Alte und Junge, Männer und Frauen. Wir erkennen Bartimäus, der ehemals Blind durch Jesus sehend wurde. Den namenlosen Aussätzigen, der als einziger von zehn in den Tempel ging, um Gott zu loben für das, was er erlebt hat. Auch der gelähmte, der von seinen Freunden zu Jesus getragen wurde, ist in dieser Runde zu sehen. Und Zachäus, der Zöllner, bei dem Jeus trotz seines Rufes einkehrte. Auch ist eine von den Frauen hier, die die Speisung der 4000 miterlebt hat. Und der Kranke vom Teich Bethesda, der nach mehr als 30 Jahren von seiner Lähmung geheilt wurde. Und der Taubstumme, der wieder reden und hören kann. Auch die Frau, die sie wegen Ehebruchs steinigen wollten, ist gekommen. Sogar ein aus dem Tempel vertriebener Händler hat sich hier eingefunden. Und Kinder sind hier und der reiche Jüngling und noch viele andere. Der Raum ist gefüllt mit Menschen, denen Jesus begegnet ist und denen er durch seine Begegnung geholfen hat.
Wir haben viele und vieles gesehen. es wird Zeit für uns, wieder umzukehren und die Heimreise anzutreten. Die Worte Jesu begleiten uns: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.
Zurück in unserer Zeit an unserem Ort werden wir gewahr: Jesus hat vielen Menschen geholfen. Seine Hilfe schien vordergründig die eines Zauberers zu sein. Und doch – bei näherem Hinsehen – half er den Menschen, indem er sich ihnen zuwandte, sie achtete und ernstnahm. Er sah sie an, hörte ihnen zu, redete mit ihnen und scheute sich nicht, sie zu berühren. Er hatte Zeit für sie und ließ sich auf sie ein.
Und die Geheilten? Sie fassten Vertrauen. Öffneten sich ihm. Breiteten ihre Lasten und Mühen vor ihm aus. Zuweilen kämpften sie um seine Zuneigung. Widersprachen seiner raschen ablehnen. Ließen nicht locker. Hier, so spürten sie intensiv, würden sie nicht mit leeren Händen zurückbleiben. Er hörte zu, fragte nach, gab Zeit zum Nachdenken, wurde handgreiflich und suchte den Schwachen gegenüber dem Stärkeren zu schützen.
Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Warum sollte es uns nicht möglich sein, den anderen mit seiner Belastung wahrzunehmen, ihm Zeit und Gehör zu schenken? Was hindert uns einander zu achten und Schwächeres gegen Stärkeres zu schützen? Und warum soll es nicht möglich sein, dem andern unsere Belastung und Not mitzuteilen, auf dass er mit tragen kann? Warum eigentlich nicht?

Gebet
Gott, du Quelle des Lebens,
zu dir kann ich kommen,
jederzeit, mit jeder Last,
in jeder Not …
Ich will mich aufmachen,
dich zu suchen.
Öffne meine Augen, öffne mein Herz,
damit ich dich erkenne,
wie und wo immer du mir begegnest.
Amen.

Bleiben Sie möglichst gesund und zuversichtlich! Gott befohlen! Pfarrerin Angelika von Leliwa und Pfarrer Christoph Tebbe

Gottesdienstangebote am Sonntag
11.00 Uhr Thomaskirche: Familiengottesdienst mit Taufe – open air auf Familien Picknick-Decken – wir haben aber auch Stühle
11.15 Uhr Lukaskirche: Gottesdienst
Auf www.ekir.de 9.30 Uhr live gestreamt: Gottesdienst aus Hellenthal in der Eifel Dort begrüßt die Trinitatis-Kirchengemeinde 37 neue Konfirmandinnen und Konfirmanden – Corona-tauglich, versteht sich.
Im ZDF 9.30 Uhr: „überraschend fröhlich“ Vom Lichtenberg hoch über dem Attersee geht der Blick über sanfte Wiesen weit hinein ins Salzkammergut. Vor einem schlichten Holzkreuz feiert hier die Gemeinde um Pfarrerin Gabriele Neubacher einen Open-Air-Gottesdienst. Im Gottesdienst berichten Menschen aus der Gemeinde, wie der Glaube ihren Blick verändert und ihnen Kraft und Lebensfreude schenkt. Für die musikalische Gestaltung sorgt die Band der Gemeinde.

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