Aktuelles

Sonntagsgruß für den 17.1.2021

Gott ist die Liebe
und wer in der Liebe bleibt,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1. Joh 4,16

Liebe Gemeindemitglieder von Krefeld-Nord,
welch ein wunderbares Wunder. Es ist sprichwörtlich geworden auch bei denen, die vielleicht die Quelle gar nicht mehr kennen. „Kann ich Wasser in Wein verwandeln?“, sagen Menschen dann, wenn sie eigentlich sagen wollen, dass sie nicht zaubern können. Ja, Jesus wirkt hier wie ein Zauberer. Er hilft einem Ehepaar in einer eigentlich nicht besorgniserregenden Notlage. Ein solches Wunder, Johannes sagt Zeichen, hat Jesus sonst nicht mehr getan. Sonst heilt er Menschen oder nimmt ihnen die Furcht – aber Wasser in Wein zu verwandeln, um einem Ehepaar eine Freude zu machen und seine Mutter schroff vor den Kopf zu stoßen, das ist die große Ausnahme im Neuen Testament. Aber bei Johannes heilt Jesus auch kleine Sorgen.
Furcht und Sorge im Alltag sind die Themen der Schriftstellerin, die in dieser Woche (19.1.) 100 Jahre alt wird: die US-Amerikanerin Patricia Highsmith, gestorben und begraben 1995 in der Schweiz. In ihren Kriminalromanen geht es vorwiegend um Psychologie – und oft mehr um die Frage, warum ein Mensch zum Täter wird, statt dass ein Täter gesucht werden muss. Welche Furcht, welche Sorgen lassen einen gewöhnlichen Menschen aus den gesellschaft-lichen Regeln fallen? –Daneben schrieb Highsmith auch feine Alltagserzählungen über die Furcht von Menschen, wie die Erzählung „Die stille Mitte der Welt“. Darin begegnen wir einer offenbar alleinerziehenden Mutter, die im Angesicht von Paaren fühlt, wie einsam sie sein kann und wie groß ihre Sehnsucht ist nach Liebe, der „stillen Mitte der Welt“.
So ein schöner Ausdruck, den diese Erzählung uns hier anbietet: Liebe als stille Mitte der Welt – als das also, was Welt und Leben tatsächlich zusammenhält. Vielleicht ist dies ja auch die stille Mitte des wunderbaren Wunders von der Verwandlung des Wassers in Wein. Jesus will einfach nicht, dass die Liebe aus der Feier auszieht und der Erregung Platz macht. Jesus gönnt dem Paar ihre Gäste und deren Liebe. Das wäre ein Wunder wert. Warum er dann noch schroff zu seiner Mutter werden muss, können wir jetzt nicht klären – außer wir denken uns: Man muss ihn nicht auffordern; Jesus liebt schon, wenn seine Stunde gekommen ist. Pfarrerin Angelika von Leliwa und Pfarrer Christoph Tebbe

Segenswunsch In dunklen Zeiten
Ich wünsche dir,
dass dir selbst in dunklen Zeiten,
die kleinen Sterne auffallen, die glitzern und leuchten,
unbeirrt von dem, was finster ist
um sie herum.
Ich wünsche dir das Vertrauen,
dass der Morgenstern schon am Himmel ist,
auch wenn du ihn noch nicht siehst.
Ich wünsche dir die Zuversicht,
dass das Licht wächst,
weil Gott sich auf den Weg gemacht hat
zu dir. Tina Willms

Aktuelles:
Aus unserer Landeskirche: Thorsten Latzel wird Präses der Evangelischen Kirche im Rhein-land. Die Landessynode wählte den 50-jährigen Direktor der Evangelischen Akademie Frank-furt an die Spitze der Kirche, zu der zwischen Niederrhein und Saarland rund 2,4 Millionen Menschen gehören. Er tritt die Nachfolge von Manfred Rekowski an, der im März nach acht-jähriger Amtszeit in den Ruhestand geht.

Aus unserem Presbyterium: in seiner Video-Sitzung am vergangenen Mittwoch hat unser Presbyterium beschlossen, die Präsenz-Gottesdienste zunächst bis 7. Februar weiter auszu-setzten. Wir hoffen, dass sich dann ein deutlicher Rückgang des Inzidenzwert abzeichnet. Die nächste Presbyterumssitzung ist dann am 10. Februar.

Unsere Gottesdienst-Hinweise für den 2. Sonntag nach Epiphanias, den 17.01.2021:
Gottesdienst im Livestream: 11 Uhr aus Mülheim: Die Hochzeit zu Kana
Um die Hochzeit zu Kana (Johannes 2,1-9) als Zeichen der Hoffnung geht es im Gottesdienst aus der Petrikirche Mülheim. Es predigt Gerald Hillebrand, Superintendent des Kirchen-kreises An der Ruhr.
https://news.ekir.de/meldungen/2021/01/online-gottesdienst-aus-muelheim
„Mit Jesus kommt göttlicher Glanz ins Leben. Er fördert das Leben und unsere Lebensfreude. Nicht ohne Grund geschieht das erste Zeichen, das Jesus tut, auf einer Hochzeitsfeier“, sagt Superintendent Gerald Hillebrand zu seinem Predigttext aus Johannes 2,1-9 (Die Hochzeit zu Kana). Das sei eine Spur, der es sich gerade in Zeiten, in denen unsere Lebensfreude stark getrübt werde, nachzugehen lohne. Während des Gottesdienstes blickt Hillebrand auch auf die erste digitale Landessynode der rheinischen Kirche zurück, die am Freitag, 15. Januar, zu Ende gegangen ist.

Radio:
Deutschlandfunk 10.05 Uhr „Hochzeit gerettet – das Leben ist ein Fest“ aus der Johanneskirche in Stuttgart

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