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Sonntagsgruß zum 7.2.2021

Sexagesimae – Zweiter Sonntag vor der Passions-/Fastenzeit, 7.2.2021
Monatsspruch Februar: Freut euch, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind. (Lk 10,20)

Liebe Gemeindemitglieder von Krefeld-Nord,

das weckte meine Neugier: Ein Zeitungsartikel trug die Überschrift „Fast zu schade für das Grab“. Er berichtete von einer Frau, die Särge anmalt. Manchmal sind es ihre eigenen Ideen und Bilder, die die Frau sorgsam darauf gestaltet. Meistens aber spricht sie mit den Angehörigen über den Menschen, der in diesen Sarg eingebettet wird, um begraben zu werden.

Spontan fällt mir die Malaktion der letzten Konfirmand:innengruppe beim Bestattungshaus Conen in Verberg ein. Die Jugendlichen durften dort tatsächlich, während wir mit der Bestatterin erzählten und von ihren Erfahrungen hörten, einen ganz einfachen, rohen Sarg mit Fasermalern verzieren. Mancher Konfirmand versuchte sich mit gleichmäßigen neutralen Mustern, manche Konfirmandin gestaltete Hoffnungssymbole, eine aufgehende Sonne, eine Kerze. Und, natürlich, Kreuze in verschiedenen Ausführungen durften nicht fehlen.
So eine Art Kunstwerk – ob von der Malerin oder von den Jugendlichen. „Fast zu schade für das Grab.“

Zu schade für das Grab, das drückt wohl aus, was viele Menschen empfinden, wenn sie an einem Sarg stehen, nicht nur, wenn er bemalt ist. In Erinnerung an diesen Menschen denken sie an sein Leben, das wie ein einzigartiges Kunstwerk ist, mit allem, was darin war, an Schönem und auch Schwerem, dieses Leben: es ist doch viel zu kostbar, um es abzugeben, um begraben zu werden! Warum muss es mit all seinen Farben und Facetten zu Ende gehen? Als würde der Mensch, der es gestaltet und unverwechselbar gemacht hat, im Dunkel verschwinden, ja, vielleicht gar vergessen.

Zu schade für das Grab. Ich glaube, Gott denkt auch so, wenn er auf uns Menschen schaut: Ihr Dasein, jedes einzelne, mit seinen angefüllten Tagen und Stunden, ist doch viel zu schade, um endgültig vergessen zu werden und zu vergehen. Und so setzt er dem endgültigen Ende etwas entgegen: Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!

Gott verspricht uns: Ich bewahre eure Namen bei mir, und mit ihnen das, was euer Leben ist. Was ihr einzeichnet in die Welt, geht nicht verloren: das Glück und der Schmerz, die Arbeit und die Freude, der Tag und die Nacht: Ich hebe es auf, um es zu würdigen und zu vollenden.
Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! Es gibt eine Hoffnung, die reicht über das Grab hinaus. Einer sagt: Steh auf. Diese Ruhestätte ist zwar die letzte. Aber es ist eine, die nicht dem Tod gehört.
Der Sarg mag bestattet werden, der Bilderbogen des Lebens aber bleibt – in unserer Erinnerung und in Gottes Himmel.

Ihnen und euch allen eine vertrauensvolle Woche!
Ihre Pfarrerin Angelika von Leliwa und Pfarrer Christoph Tebbe

Zum Beten: Rühre uns an, Gott, dass wir dir vertrauen können und Kraft schöpfen aus dir. Wir suchen nach einer Vision von dir, möchten dein Geheimnis spüren und darin uns selbst und die Liebe, mit der du uns liebst. Hilf uns, auf dein Wort Antwort zu finden, aufrichtig und tapfer. Hilf uns, dein Geheimnis zu begreifen: der Tod – vor dir nur ein Täuscher; unser Leben bleibt bewahrt bei dir. Hilf uns, uns zu verbinden mit allen, die du schufst, um mit Herzen, Mund und Händen Zeugnis zu geben von dir, deine Liebe in die Welt zu spiegeln. Gott, auf dich können wir hoffen, denn dein Glanz täuscht nicht. Vater unser im Himmel … (nach Ulrich Kock-Blunk)

Unsere Gottesdienst-Hinweise für diesen Sonntag Sexagesimae, den 7.2.2021:
- ZDF: 9:30 Uhr Evangelischer Gottesdienst aus der Festeburgkirche Frankfurt Warum Bibellesen mehr als Spaß macht!
Die Übersetzungsarbeiten sind abgeschlossen. Jetzt liegt die BasisBibel vollständig mit Altem und Neuem Testament vor. Menschen aller Generationen sind von der klaren Sprache und der Übersetzung in zeitgenössischem Deutsch angesprochen. Der Rat der EKD hat die BasisBibel für die Verwendung in Kirche und Gottesdienst empfohlen.
In dem Gottesdienst werden Jugendliche und Erwachsene aus Nürnberg sowie ein Übersetzer der Deutschen Bibelgesellschaft erzählen, welcher Bibelvers ihr Leben in besonderer Weise geprägt hat.
Der Gottesdienst wird Gestaltet von der Jugendkirche LUX in Nürnberg und dem Ratsvorsitzenden der EKD Heinrich Bedford-Strohm. Die LUX Band unter Leitung von Philipp Renz und Frank Hoffmann an der Orgel gestalten den Gottesdienst musikalisch.

Aktuelles finden Sie auch auf unsere Homepage: www.thomas-lukas.de/aktuelles

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